La vie est belle. Auf jeden Fall, wenn man mit dem Boot in Frankreich unterwegs ist. Herrliche lokale Weine auf sonnigem Deck genießen, idyllische Städtchen bewundern, kleine Schleusen passieren und gut 8500 Kilometer Wasserstraßen vor dem Bug. Das ist das Frankreich, von dem man träumt – nicht zufällig das Wunschziel (fast) aller Freizeitkapitäne. Auch Mike Gardner-Roberts, der britische Linssen Yachts-Händler in Auxerre in der Bourgogne, weiß das. Als junger Mann beschloss er, „mal ein Jahr“ durch Frankreich zu schippern. Er ging nie wieder weg.


„Mit dreißig arbeitete ich bei einer Versicherung in London”, legt Mike los. „Eines Tages fragte ich mich, will ich das auch die nächsten dreißig Jahre tun? Die Antwort war: nein.” Auch seine Frau hatte das Leben in London satt. Sie verkauften ihr Haus und wohnten eine Zeit lang auf einem Schiff. Im Urlaub fuhren sie nach Frankreich und mieteten dort ein Boot. Es begann zu kribbeln. Wie schön müsste es sein, ein Jahr mit einem eigenen Boot durch La douce France fahren zu können. Damals – noch ohne Kinder – schien das möglich.

Wohnen auf einem Boot

„Und so zogen wir 1988 nach Frankreich und machten eine phantastische Reise. Schließlich wohnten und arbeiteten wir fünf Jahre auf dem Canal du Midi. Ich war erst Besatzungsmitglied, dann Kapitän und Hotelmanager auf einem luxuriösen Hotelschiff für Amerikaner. Eine solche Tätigkeit bedeutet, rund um die Uhr verfügbar und oft unterwegs sein zu müssen. Das ist nicht gut, wenn man Kinder möchte. Als meine Frau schwanger war, habe ich gekündigt. Dann eben eine Anstellung in einem ,normalen‘ Hotel suchen. Aber eigentlich wollte ich im Bootsbusiness bleiben.”

Entscheidung leicht gemacht

Es wurde die Bootsvermietung France Afloat am Canal du Midi. Mike hat sie 1993 gekauft. Er vermietete komfortable Stahlschiffe aus britischer Produktion. „Nach einiger Zeit begann man mich zu fragen, wo ein solches Boot zu kaufen sei. Deshalb übernahm ich selber den Vertrieb.“ 2007 wurde er vom damaligen Linssen-Importeur für England und Frankreich angerufen. Ob er einmal im Midi vorbei kommen könne. „Er stand schon in der Telefonzelle neben meiner Firma“, lacht Mike. „Noch am selben Nachmittag wurde ich gefragt, ob ich einer der Vertreter von Linssen Yachts in Frankreich werden wolle. Darüber habe ich nicht lange nachdenken brauchen. Als ob du gefragt wirst, Rolls Royces zu verkaufen.”

Familienunternehmen

2012 übernahm er auch die Vertretung für Aquarelle France in Auxerre in der Bourgogne. Alteigentümer Paul van der Mye hatte sich schon aufs Altenteil zurückgezogen. Mit diesem Schritt wurde Mike zum Linssen Yachts-Vertreter für ganz Frankreich mit Niederlassungen in Capestang am Canal du Midi und in Auxerre am Canal du Nivernais. Er betreibt das Unternehmen gemeinsam mit seiner Frau, seiner Schwester und seinem Schwager Steve Adams. In Auxerre verwalten sie den Hafen, verkaufen neue und gebrauchte Boote, vermieten Schiffe und Liegeplätze, sorgen für die Wartung und nehmen etwa neunzig Boote ins Winterlager. Die Kunden stammen aus der ganzen Welt. „Es ist ein großer Vorteil, dass wir Englisch sprechen”, sagt Mike. „Das macht es für viele einfacher, als wenn sie nur Französisch reden müssten.“

Britischer Humor

Mike spricht übrigens fließend Französisch. „Das Erlernen der Sprache ist die Voraussetzung, um sich in einem anderen Land integrieren zu können“, betont er. „Außerdem ist es wichtig, sich auf Sitten und Gebräuche einzulassen.“ Er werde als Brite von der französischen Gemeinschaft völlig akzeptiert und sei sogar in den Gemeinderat gewählt worden. Was er am meisten in Frankreich vermisse? „Das typisch britische Gefühl für Humor. Deshalb schaue ich ab und zu britisches Fernsehen, dann habe ich wieder meine Portion Humor gehabt. There is nothing better than a good laugh.”

Linssen Yachts in France, Auxerre


Liebe zum Schippern

Das Bootfahren hat Mike im Blut und seine Arbeit macht ihm großen Spaß. Auch, wenn er sich einen seiner seltenen Urlaube gönnt, ist er auf dem Wasser zu finden. Oft fährt er dann von einem Ort zum anderen, um ein Boot abzuliefern. „Für mich ist das schönste beim Bootfahren die Ruhe, sich in gemächlichem Tempo vom Wasser aus die Welt anzusehen. Es ist, als ob man ein Land entlang seiner Parkanlagen durchquert, wobei die schönsten Ortschaften und Häfen vorbeiziehen. Fahren über das offene Meer mit nur Wasser ringsum ist nichts für mich.“

Wie stellt sich Mike sein Leben in zehn Jahren vor? „Dann bin ich siebzig und hoffe, in Rente zu sein. Ich möchte aber gern mit Linssen Yachts verbunden bleiben. Am liebsten würde ich wieder wie früher auf einem Schiff leben. Und am besten auf einer Grand Sturdy 40. Damit geht alles: sämtliche Gewässer befahren und lange darauf wohnen. Ja, die 40 ist ein Teil meines ,Masterplan’.”

Auxerre ist „the place to be“

Auxerre ist in Frankreich das „Linssen-Zentrum“. Die malerische Stadt hat einen Freizeithafen mitten im historischen Zentrum gegenüber der gotischen Saint-Étienne-Kathedrale.
Auxerre ist reich an Kunst und Geschichte und besitzt viele sehenswerte Gebäude aus dem Mittelalter, verwinkelte Gassen und zahlreiche gut erhaltene Fachwerkhäuser. Natürlich gibt es auch gemütliche Terrassencafés, wo man den herrlichen Chablis-Wein verkosten kann. Dessen Anbaugebiet liegt nur etwa zwanzig Kilometer entfernt.

Mekka des Bootstourismus

Die Stadt liegt an der Yonne und an der Mündung des Canal du Nivernais mit seinen 116 Schleusen. Er ist in Frankreich neben dem Canal du Midi das beliebteste Fahrziel. Die Bourgogne hat rund tausend Kilometer Wasserstraßen und bietet somit viele Törnoptionen. Das Wasserstraßennetz in ganz Frankreich ist ausgezeichnet ausgebaut. Das Mittelmeer, der Atlantik, die Nordsee und der Ärmelkanal sind per Boot gut zu erreichen.


Linssen Yachts dealer for france: Mike Gardner RobertsAquarelle SARL
Mike Gardner-Roberts
Port de Plaisance
89000 Auxerre, France
Tel. (+33) (0)3 86 46 96 77
contact@aquarelle-france.fr

www.aquarelle-france.fr

 

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