Die moderne 'Twin Table' Homag-CNC-Portal­fräs­maschine kann die Interieurbauteile mit höchster Präzision und großer Geschwindigkeit schneiden und überzeugt vor allem durch ihre hervorragenden Leistungen beim so genannten “Nesting”: dem Ausfräsen mehrerer Bauteile aus einer großen Basisplatte. Die Maschine kann auf die unterschiedlichsten Materialeigenschaften und -stärken, Faserrichtungen, Furnierformen (ein- oder zweiseitig) usw. eingestellt werden.

Beschickt wird die Fräse aus einem automatisierten Plattenlager. Der Greifarm legt die Platte exakt in der gewünschten Position auf den Frästischen ab.
Die Fräse besteht aus zwei Frästischen, auf denen die Platten abwechselnd bzw. unabhängig voneinander bearbeitet werden können. Während auf einem Tisch gefräst wird, können die gefrästen Bauteile vom anderen Tisch ausgespannt und codiert werden. Außerdem verfügt die Fräse über ein integriertes “Werkzeuglager” mit 18 verschiedenen Frässpindeln. Der Computer wählt automatisch das gewünschte Werkzeug an. Damit steht eine nahezu unbegrenzte Zahl von Bearbeitungsmöglich­keiten zur Auswahl.

Die Fräse besitzt außerdem einen Bohrkopf, mit dem horizontale und vertikale Bohrungen in den Werkstücken angebracht werden können. Neben dem integrierten Frässpindelsatz bietet der Bohrkopf Platz für 13 Bohrspindeln. Insgesamt stehen also 31 verschiedene Werkzeuge zur Verfügung.
Das computergesteuerte Plattenlager von Homag Bargstedt - das direkt vom automatisierten Projektmanagement erfasst wird - ist ein so genanntes automatisiertes, selbstlernendes Lager zur Beschickung der CNC-Portalfräsmaschine.
“Selbstlernend” heißt in diesem Fall, dass das System, wenn kein Auftrag zur Beschickung der Anlage vorliegt, selbstständig Platten von einem Platz an den anderen umlagert. Das hat natürlich einen Grund: Das System merkt sich, welche Platten am meisten verwendet werden, und legt diese automatisch möglichst nahe an die Fräse, damit die Beschickungszeit der am häufigsten benötigten Platten möglichst kurz ist. Das automatisierte Plattenlager ist fast 200 m2 groß.
Im Lager finden 30 Plattenstapel mit einer Höhe von bis zu 2 m Platz. Die Obergrenze von 30 Stapeln bedeutet übrigens nicht, dass auch die Zahl der verschiedenen Plattensorten im Lager auf 30 begrenzt ist. Dank der “IntelliStore”-Software können verschiedene Plattensorten auf ein und demselben Stapel abgelegt werden. Die Software merkt sich, wo welche Platte liegt. Wenn die Fräse eine bestimmte Platte anfordert, die nicht zuoberst auf dem Stapel liegt, lagert der Stapler die darüber liegenden Platten blitzschnell auf den Nachbarstapel um, bis die gewünschte Platte freigelegt ist. Innerhalb des Lagersystems werden die Platten mit einer Höchstgeschwindigkeit von 70 m/Min. transportiert.

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